Strohpellets
Strohpellets
gehören zu der halmgutartigen Biomasse, der zur heutigen Zeit
ein hohes Potential zur Nutzung
als Brennstoff, aufgrund der steigenden
Preise von den allgemeinen Holzbrennstoffe, zugesprochen wird. Es wird immer mehr angestrebt, unter anderem auch von der Landwirtschaft, diesen Brennstoff in Form von Ballen zu kompaktieren.
Die Strohpellets sind in der Regel zentimeterdick und nur wenige Zentimeter lang. Sie dienen der biologischen Energie als brauchbarer Energieträger, können jedoch ebenso auch zum Einstreuen für Haus- und Stalltiere genutzt werden, weil sie eine starke Saugfähigkeit als Eigenschaft haben.
Vorteile der Strohpellets
Bei einer sehr geringen Lagerungsdichte von ca. 150 kg pro m³ ist er problemlos und platzsparend lagerbar. Ein wesentlicher Vorteil der Strohpellets ist ebenso auch die hohe Schüttdichte und dass sie rieselfähig sind. Somit können sie genau wie Holzpellets in die automatischen beschickten Feuerungsanlagen, wie Pelletkamine, oder Pelletheizungen, gefüllt werden.Nachteile der Strohpellets
Allerdings
sind die Strohpellets
beim Pelletierungs-Prozess
nicht identisch
bei der Verbrennung, wie die, die aus Holz gefertigt wurden. Nachteil der Strohpellets ist die nichtausreichende Festigkeit, weshalb sie meist den Weg des Transportes und der Einlagerung in den Lagerraum nicht unversehrt überstehen.
Aufgrund eines sehr hohen Chlorid- und Kaliumanteils, finden diese sich nachteilhaft auch in den Abgasen des Rauches wieder. Außerdem fällt mehr Schlacke an, die sich absetzt in den Rohren, und die Rauchgasrohre werden durch einen bewirkten chemischen Angriff geschädigt.
Die Schlacke kann verklumpen, wobei der Verbrennungsvorgang erheblich gestört werden kann. Daher sollten Strohpellets nicht dauerhaft in Holzpelletöfen genutzt werden. Bei Halmgütern ist es grundsätzlich schwieriger, eine saubere Verbrennung zu erzielen, da sie unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen und ein unterschiedliches Ascheverhalten haben.
Der hohe
Kaliumgehalt in den
Strohpellets sorgt dafür, dass die
Strohasche bei den hohen Temperaturen des Abbrennens beginnt
aufzuweichen. Dies kann zur Folge haben, dass es zu geringen, aber auch
erheblichen Störungen im Anlagebetrieb kommen kann und die
Emissionen daraufhin höher werden. Oftmals wird deshalb den
Strohpellets Kalk hinzugefügt, womit sich der
Ascheerweichungspunkt etwas anheben lässt. Mittlerweile gibt es auf dem Markt immer mehr Feuerungen für Biomasse, die mit Brennstoffen, die viel Schlacke verursachen, gut zurecht kommen. Diese sind meist mit wasser- oder luftgekühlten Rosten versehen und besitzen ein leistungsstarkes System für die Entaschung.
Ein Nachteil der Strohpellets ist, dass mit diesem Brennstoff der aktuelle Grenzwert von 150 mg Staub pro Nm³ nur schwierig eingehalten werden kann, wobei dies jedoch auch im Zusammenhang mit den Feuerungsanlagen steht.
Bei Stroh ist die Staubemission kritischer einzustufen, im Gegensatz zum Getreide, was sich schon durch die doppelte Menge an Aschegehalt bemerkbar macht. Aufgrund zukünftig verschärfter Forderungen in Deutschland zur sauberen Lufteinhaltung, werden in der Zukunft sekundäre Entstaubungseinrichtungen für Brennstoffe aus Biomasse in Feuerungsanlagen nicht mehr fehlen dürfen.