Pellet Herstellung
In der Regel werden die Pellets
in der Umgebung vom Ort des
Verbrauchers hergestellt.
In Deutschland
sind allerdings die
Pellet-Produktionsbetriebe
noch nicht so dicht ausgebreitet, wie dies zum
Beispiel in Österreich
der Fall ist. Typische Hersteller hierfür sind große Sägewerke und Hobelwerke. Vor der Produktion der Strohpellets, wobei erstmal das Stroh bis zum Produktionsort gelangen muss, werden die Strohballen aufgrund ihrer geringen Dichte noch auf dem Feld zu Presslingen verarbeitet. Diese können somit in größeren Mengen zum Ort der Herstellungs geliefert werden, wo dann der Pelletierprozess beginnt.
Der Herstellungsprozess von Strohpellets
Beim Pelletierprozess
wird das Stroh
aufbereitet
und zerkleinert. Hierbei wird zuerst die Wachsschicht des Halms mit
einem Doppelschneckenextruder aufgelöst, wobei Wasserdampf
gleichzeitig den Prozess der Zerfaserungs unterstützt. Pellets aus Stroh vom Häckselgut weisen meist einen höheren Feinanteil und Abrieb auf, im Gegensatz zu den Faserstoffpellets. Zur Pellentierung werden in den meisten Fällen Kollergangpressen mit Ring- und Flachmatrizen eingesetzt, wobei die Materialien von den Kollern hinein in die Matrizen gedrückt werden.
Durch aufkommenden Druck und Reibekraft entsteht Hitze, wodurch das Lignin und das Harz weich werden und sich eine Eigenbindung entwickelt. Nach diesem Prozess müssen die Strohpellets schnell abkühlen, damit sie in einen stabilisierten, relativ festen Zustand geraten.
Aufgrund eines höheren Lignin- Anteils im Holz ( zwischen 21 % und 30 %), als beim Stroh (etwa 18 %), sind Pellets aus Holz, im Gegensatz zu den Pellets aus Stroh, wesentlich fester und somit unbrüchiger.
Qualitätsmerkmale bei den Presslingen sind die Bindigkeit oder der Abrieb. Deshalb wird bei einer Qualitätsholzpellets- Herstellung meist eine Menge von bis zu 2 % stärkehaltige Substanzen für die Bindigkeit hinzu gemischt. Ebenso werden bei der Strohpelletierung meist Zusatzstoffe verwendet, wie zum Beispiel Melasse, Stärke, oder auch Öle.
Das Mischen des Halmguts mit Holz, welches besondern harzhaltig ist, kann einen Abrieb verringern. Um das Verhalten der Ascheerweichung positiv beeinflussen zu können, werden dem Pressgut etwa 2 % bis 6 % Kalkmehl zugemischt, wobei allerdings die Abriebfestigkeit der Strohpellets sehr leidet.
Energieaufwand zur Pelletherstellung
Außerdem sinkt
der Heizwert deutlich ab und der
Aschegehalt nimmt nachteilig zu. Für die Herstellung von
Pellets muss in den meisten Fällen ein Energieaufwand von
etwa
2,7 Prozent vom Energiegehalt aufgebracht werden, wenn trockenes
Restholz verwendet wird. Bei feuchtem Wald- oder Industrierestholz
hingegen, welches zur Pelletierung
benutzt wird, entsteht ein
benötigter Energieaufwand zwischen 3 Prozent und 17 Prozent.
Im Vergleich dazu liegt der Aufwand für die Bereitstellung von Heizöl bei etwa 12 Prozent. Halmgut, welches unzerkleinert war, wurde an einer Universität durch Brikettieren mit dem Stempelverfahren untersucht, wobei sich herausstellte, dass geringere Abriebwerte, als bei dem Kollergangprozess, aufwiesen wurden. Jedoch ist eine Anwendung dieses Verfahrens in der Praxis noch nicht bekannt. Außer den Pellets aus Holz werden ebenso auch noch andere Arten von Pellets hergestellt, wie zum Beipsiel Eisenerzpellets, Torfpellets, Restwertpellets, Hopfenpellets, Katalysatorpellets oder Snack- Pellets.